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Medienmitteilung

Anlass vom 16.10.2014, „Wohin mit dem Verkehr“? Verkehrs-und Trendwende beginnt jetzt!

Im Vorfeld zur Abstimmung über die Städte-Initiative Thun vom 12. Dezember im Stadtrat veranstaltete das Komitee einen öffentlichen Anlass mit Inputreferaten und einer Podiumsdiskussion in der Konzepthalle 6. Die Initiative verlangt die Förderung der umweltschonenden Verkehrsmittel wie Fuss- Velo und öffentlicher Verkehr mit der Zielsetzung, deren Anteil innerhalb der nächsten 10 Jahre um 10% zu erhöhen.

Über 120 Teilnehmende besuchten den Anlass und hörten den Ausführungen von Prof. Dipl.-Ing. Klaus Zweibrücken Verkehrsplaner und Dozent an der Hochschule Rapperswil zu. Dieser zeigte auf, dass die Verkehrsmittelwahl beeinflusst wird, wenn der Fuss- und Veloverkehr attraktiver und sicher gestaltet wird. Der Langsamverkehr stelle zudem im städtischen Gebiet eine echte Alternative zum motorisierten Verkehr dar, da jede 2te Autofahrt unter 5km liegt. Somit ergäbe sich gerade für Thun eine grosse Chance, da eine ebene Topographie und die überschaubare Stadtgrösse ideale Voraussetzungen fürs Velofahren bieten. Willi Haag, Regierungsrat FDP Kanton St. Gallen und Adrian Borgula, Stadtrat Grüne, Exekutivmitglied der Stadt Luzern informierten über die aus Ihrer Sicht nötige stadtverträgliche Mobilität. Da Land- und Geldressourcen beschränkt seien, müssten platzsparende und günstigere Formen der Mobilität gefördert werden. .

In der anschliessenden Podiumsdiskussion wurden die Pro und Contra Argumente der Städteinitiative Thun diskutiert. Ueli Jost, Grossrat und Vertreter des KMU Verbandes monierte, dass nun der Parkhausring und der By Pass Thun Nord gebaut würden und keine weiteren Massnahmen nötig seien. Andrea de Meuron, Grossrätin und Vertreterin des Komitees entgegnete, dies bestätige dass die Stadt Thun ihren verkehrspolitischen Schwerpunkt auf den motorisierten Verkehr lege und der Fuss- und Veloverkehr vernachlässige. Aus Sicht des Komitees ist die Initiative im Interesse der Gewerbetreibenden und der Bevölkerung, da nur dank einer konsequenten Verlagerungspolitk der Stau auf den Strassen reduziert und die Lebensqualität in den Quartieren erhöht werden kann.

Auskunft:

Andrea de Meuron, Geschäftsleiterin VCS Regionalgruppe Thun-Oberland 079 695 75 75