Es gibt unzählige Gründe, die Städte-Initiative zu unterstützen. Hier die wichtigsten:
Die grossen Infrastrukturmassnahmen, wie der ByPass Thun Nord und die Thuner Parkhäuser, sind in der Planung weit fortgeschritten, und befinden sich bereits in der Umsetzungsphase. Bei den nachfolgend aufgelisteten Mass-nahmen u.a. des Agglomerationsprogrammes in den Bereichen Langsamverkehr, öffentlichen Verkehr und bei der kombinierten Mobilität fehlen Detailplanungen und die finanziellen Zusicherungen. Es fehlt auch verbindliches Ziel für die Verkehrspolitik in unserer Stadt. Diese Initiative will mithelfen und sicher stellen, dass diese wichtigen Mass-nahmen in Zukunft umgesetzt werden können.

Damit sich alle in Thun wohlfühlen:

  • Thun wird attraktiver, die Lebens- und Aufenthaltsqualität in der Stadt steigt.
  • Thun wird sicherer. Alle können sich frei im öffentlichen Raum aufhalten und fortbewegen, insbesondere unsere Kinder.
    Damit alle gesünder leben:
  • Gut 40% der Bevölkerung in der Schweiz atmen regelmässig zu viel schädlichen Feinstaub ein. Strassenver-kehr ist eine Hauptquelle für Feinstaub, der das Risiko für Lungen- und Herzerkrankungen erhöht.
  • Strassenverkehr ist die häufigste Lärmbelastung. Betroffene Personen können unter anderem an Schlafstörun-gen, Konzentrations- und Lernstörungen (Kinder) und erhöhtem Blutdruck erkranken.
  • Regelmässiges Zufussgehen im Alltag und in der Freizeit sowie regelmässiges Fahrradfahren – z.B. zur Arbeit – reduzieren das Risiko für Herzkreislaufkrankheiten.

Damit alle rasch vorankommen:

  • Öffentlicher Verkehr, Velo- und Fussverkehr sind in Städten effizienter als Autos. – 30% aller Autowege sind kürzer als 3 km und können problemlos zu Fuss oder mit dem Velo zurückgelegt werden. Das Stadtgebiet ist re-ativ gut mit öffentlichem Verkehr erschlossen.
  • Thun wird besser erreichbar, die Befahrbarkeit der Innenstadt für Anwohnende, Kunden, Handwerker und Be-suchende soll neu geregelt werden, damit die verschiedenen Bedürfnisse gleichermassen berücksichtigt werden.
  • Die typischen Staustellen im Bereich Bahnhof, auf den Einfallsachsen und in der Innenstadt sind langjährige Probleme, die es endlich zu lösen gilt.

Damit alle Geld, Energie und CO2 einsparen:

  • Der Verkehr in der Schweiz hat 2010 der Allgemeinheit 9,4 Mia. sFr. an Umwelt- Gesundheits-, und Unfallfolgekosten verursacht (laut Studie BFS 2014).
  • Jährlich werden in der Schweiz pro Haushalt rund 11’000 Franken fürs Auto ausgegeben. Der öffentliche Verkehr ist 2 – 3 Mal günstiger.
  • Alle in der Schweiz geplanten Strassen Projekte kosten knapp 100 Milliarden Franken. Würde man den voraus-sichtlichen Mehrverkehr mit dem öffentlichen Verkehr auffangen, würde dies nur rund 24 Milliarden kosten.
  • Mehr zu Fuss gehen oder mit dem Velo zu fahren bedeutet mehr körperliche Aktivität, was die Gesundheit und das Wohlbefinden fördert, und das wiederum senkt die Ausgaben für Krankheitskosten.
    Volksinitiative zur Förderung des öffentlichen Verkehrs, des Fuss- und Veloverkehrs in der Stadt Thun

Was Thun dringend braucht, Massnahmen für Langsamverkehr, öffentlicher Verkehr und kombi-nierte Mobilität:

  • Förderung der kombinierten Mobilität und Mobilitätsmanagment
  • Wohnquartiere vom Durchgangsverkehr entlasten: fussgängerfreundlicheTempo-30-Zonen und mehr Begeg-nungszonen in allen Wohnquartiere.
  • 2000 Watt kompatible Überbauungen (z.B. Siedlungsergänzungen Weststrasse, Gebiet Lüssli, und Quartiere (z.B. ESP Thun Nord)
  • Stärkung der kombinierten Mobilität mit Verbesserungen bei den Taxidiensten, vermehrt, attraktive Mobili-tystandorte, verbesserte Kommunikation
  • Verbesserung von bestehenden Angeboten wie der Hauslieferdienst und City Logistik
  • Anpassung von bestehenden Reglemente/Verordnungen zu Gunsten von öffentlichem Verkehr, Langsamver-kehr und kombinierte Mobilität
  • Prüfen eines Park & Ride Angebotes der grossen Parkhäuser mit Kombiticket Angebot für die Busnutzung in die Innenstadt

Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs

  • Taktverbesserungen auf den Hauptlinien
  • Bessere Anbindungen der Arbeitstandorte (z.B. Bierigut, Gwattlischenmoos, ESP Thun Nord, ESP Steffisburg) mit dem öffentlichen Verkehr an den Bahnhof und untereinander
  • Günstige Bustickets für Citybereich, Stadtkunden
  • Bushaltestellen auf der Fahrbahn, damit Busse nicht durch stehende Kolonnen am Wegfahren von den Halte-stellen gehindert werden
  • Ampelsteuerung konsequent für freie Fahrt der öffentlichen Verkehrsmittel
  • Verbesserungen am Bahnhof zu einer attraktiven Mobilitätszentrale

Förderung des Fuss- und Veloverkehrs

  • Attraktive, sichere Fusswegverbindungen in der Innenstadt und zwischen den Aussenquartieren
  • Sicherere, attraktivere Unterführungen bei allen Bahnunterquerungen für den Langsamverkehr
  • Sichere Gestaltung von Bahnunterführungen
  • Plan mit attraktivem Velowegenetz durch Thun und in die Umgebung
  • Plan mit attraktivem Fusswegenetz durch Thun
  • Beibehalten des Velofahrrechts auf dem Aarequai bis Hünibach-Ländte
  • Mehr Veloabstellplätze in der Innenstadt und rund um den Bahnhof
  • Beidseitig, moderne Velostationen beim Bahnhof
  • Neue, und Verbesserungen an Velo- und Fussgängerrouten insbesondere:
  • Bahnhof-Selve-Schwäbis-ESP Thun Nord-Lerchenfeld
  • Fussgänger-und Radfahrerquerung über die Aare bei Scherzligen/Schadau
  • Verbesserungen zwischen Steffisburg-Thun, Lerchenfeld-Uetendorf
  • Neue Verbindung Mönchstrasse-Kasernenstrasse
  • Kleine Allmend (Allmendstrasse)- Schwäbis

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